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HILOTHERAPY® Chemo Care Die gradgenaue Prophylaxe
Die HILOTHERAPY® ist eine Form der physikalischen Thermo-Therapie, die lokal gezielt eine konstante Temperatur einsetzt. Mit 10–12°C kann die HILOTHERAPY® die Gefahr der Entstehung einer Chemotherapie-induzierten Polyneuropathie (CIPN) und des Hand-Fuß-Syndroms deutlich reduzieren oder sogar vermeiden.
Die Gefahr: Die Polyneuropathie (CIPN) und das Hand-Fuß- Syndrom (HFS)
Durch die Chemotherapie kann zu es zu Komplikationen kommen, die man Chemotherapie-induzierte Polyneuropathie (CIPN) oder Hand-Fuß-Syndrom (HFS) nennt. Diese entstehen, da das Chemotherapeutikum in die Blutkapillaren (kleinste Blutgefäße) der Hände und Füße, vordringt und dort schädigt.
Polyneuropathie (CIPN) / Hand-Fuß- Syndrom (HFS)
Die Chemotherapie ist innerhalb der Behandlung von Krebserkrankungen die Therapie, die von den Patienten am meisten gefürchtet wird. Die Angst vor den typischen Nebenwirkungen ist groß: Übelkeit, Erbrechen, mögliche Infektionen, Haarausfall und zuletzt die Entwicklung von schmerzhaften Nervenschädigungen an Händen und Füßen (Polyneuropathie - CIPN). Während sich die Patienten von vielen Nebenwirkungen nach Abschluss der Chemotherapie schnell erholen, handelt es sich bei der CIPN – der Chemotherapie – induzierten Polyneuropathie, oft um eine Langzeitkomplikation, die über Jahre anhält und die Lebensqualität der Patienten maßgeblich negativ beeinflusst.
Die CIPN tritt besonders bei Patienten auf, die mit taxan-haltigen Medikamenten sowie den Platinanaloga behandelt werden. Auch andere Medikamente wie Vinca-Alkaloiden (v. a. Vincristin), seltener auch Vinblastin und Vinorelbin), 5-Fluoropyrimiden (5-FU, Capecitabin), Cytarabin, Sorafinid und weitere können zur entsprechenden Ausprägung führen.
Medizinisches Problem
- bis zu 20% der Patienten entwickeln schwere HFS und Polyneuropathien
- Therapieverschiebung oder Dosisreduktionen sind oft notwendig (schon ab Grad 2)
- teilweise müssen Patienten die Therapie gänzlich abbrechen
- Beschwerden noch Jahre nach der Therapie
- nicht selten sind die Symptome irreversibel
Symptome der Polyneuropathie /
des Hand-Fuß-Syndroms
Die Polyneuropathie äußert sich durch Überempfindlichkeit auf Reize, Schmerzen, Brennen und / oder Kribbeln an Händen und Füßen, Sensibilitätsverlust (Taubheitsgefühl) teilweise verbunden mit Problemen in der Bewegungskoordination und Gleichgewicht. Die Unterscheidung zwischen Kälte und Wärme ist kaum oder gar nicht mehr möglich. Im Vordergrund stehen die Missempfindungen und Schmerzen.
In Zusammenhang mit entzündlichen Hautreaktionen an Händen und Füßen tritt als Sonderform das Hand-Fuß-Syndrom auf. Die Beschwerden sind vielfältig: schmerzhafte Rötungen, Brennen, teilweise mit Hautabschürfungen, übermäßiges Schmerzempfinden und später auch Taubheitsgefühl.
Beim Auftreten akuter Symptome während der Chemotherapie müssen die Therapieintervalle oft verlängert werden, die Dosis reduziert und im schlimmsten Fall sogar die Chemotherapie abgebrochen werden.
Grad 1: Kribbeln, schmerzlose Schwellungen oder Erythem der Hände und/oder Füße oder Beschwerden, die den Alltag nicht beeinträchtigen.
Grad 2: Schmerzhaftes Erythem und Schwellung der Hände und/oder Füße und/oder Beschwerden, die die Aktivitäten des Patienten im täglichen Leben beeinträchtigen.
Grad 3: Feuchte Abschuppungen, Geschwürbildung, Blasenbildung und starke Schmerzen an den Händen und/oder Füßen und/oder starke Beschwerden, die es für den Patienten unmöglich machen, zu arbeiten oder Aktivitäten des täglichen Lebens auszuführen.
Polyneuropathie
Der Mechanismus setzt sich aus zwei Vorgängen zusammen:
- Schädigung am sensorischen Neuron (Nervenzelle) direkt durch das Chemotherapeutikum, ein Teil davon durch oxidativen Stress, den das Chemotherapeutikum auslöst.
- Entzündliche Prozesse im Nervensystem. Wo genau am sensorischen Neuron die Schäden entstehen, richtet sich vor allem nach dem jeweiligen Chemotherapeutikum.
Neben den klassischen Chemotherapeutika führen auch neue, zielgerichtetere Ansätze, etwa mit Antikörperkonjugaten, ebenfalls zu CIPN (Younes, Clin Oncol, 2012), was für eine anhaltende oder sogar zunehmende Relevanz von CIPN als Nebenwirkung onkologischer Therapien spricht.
Der bevorzugte Befall des sensiblen Nervensystems ist nach dem gängigen Verständnis durch die Blutversorgung dieser Nervenzellen mit gefensterten Kapillaren begründet. Die Eiweißzusammensetzung der Zellwand ist anders, durchlässiger für bestimmte Chemotherapeutika. Somit entfalten sie elementare Schäden an den Nervenzellen.

Hand-Fuß-Syndrom
Der genaue Entstehungsmechanismus des Hand-Fuß-Syndroms ist noch ungeklärt. Am geht davon aus, dass Anteile des Chemotherapeutikums über die Schweißdrüsen an die Hautoberfläche geleitet werden, wo sich in Kontakt mit Sauerstoff ’freie Radikale‘ bilden. Diese schädigen die Gewebezellen der Haut insbesondere dort, wo sie als Hornhaut besonders dick ausgeprägt ist und die Substanz wie ein Schwamm aufsaugt: an Innenhand und Fußsohle.

Wie verhindert die HILOTHERAPY® CIPN und das HFS?
Um zu verhindern, dass das Chemotherapeutikum in die Kapillaren der Extremitäten vordringt, müssen Durchblutung und Stoffwechsel verlangsamt werden. Dies geschieht durch die Absenkung der Gewebetemperatur. So reduziert eine Absenkung der Temperatur um 10°C die Stoffwechselgeschwindigkeit bereits um 50%. Mittels der HILOTHERAPY® wird die Gewebetemperatur lokal im Bereich von Händen und Füßen auf einen individuellen Wert eingestellt und konstant kühl gehalten. Die Reduktion von Stoffwechsel und Durchblutung auf konstantem Niveau reduziert das Vordringen des Chemotherapeutikums in die Extremitäten.
Anwendung
Die HILOTHERAPY® funktioniert mit dem HILOTHERM ChemoCare-Gerät, das zusammen mit speziellen Manschetten für die jeweilige Anwendung und Leitungen ein geschlossenes Kreislaufsystem bildet, durch welches das Kühlmedium fließt. Sensible Sensoren überwachen dabei die Konstanz der Temperatur während der gesamten Therapie – auch über mehrere Stunden. Durch die HILOTHERAPY® wird die Gewebetemperatur lokal im Bereich der Hände und Füße auf einen individuellen Wert eingestellt und konstant kühl gehalten.Diese Reduktion von Stoffwechsel und Durchblutung auf konstantem Niveau begrenzt in erster Linie den Austritt von Chemotherapeutika. Mit der HILOTHERAPY® werden Hände und Füße 30 Minuten vor Beginn der Chemotherapie, während und mind. 60 Minuten nach Ende der Chemotherapie kontinuierlich gekühlt.
Dipl.-Med. René Schubert

Dipl.-Med. René Schubert
Schwerpunktpraxis für gynäk. Onkologie Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe/Sp Gynäkologische Onkologie
09481 Scheibenberg
„Die Vorlaufzeit von einer halben Stunde vor Therapiebeginn hat sich bewährt. Von den Patientinnen wird die gleichmäßige Kälteexposition als viel angenehmer empfunden als die Kühlung durch Eishandschuhe. In der bisherigen Anwendungszeit traten signifikant weniger Nebenwirkungen (in 10 % leichte Gefühlsstörungen) als unter Eishandschuhen (40 % Gefühlsstörungen) auf. Ganz ohne Kühlung liegt diese Nebenwirkungsrate der Polyneuropathien bei ca. 80 %. Die HILOTHERAPY®, prophylaktisch angewandt, ist das zurzeit einzige Verfahren zur weitest gehenden Vermeidung der peripheren chemotherapieinduzierten Polyneuropathie.“
Ärztesuche
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Das ChemoCare-Gerät ist für den stationären Einsatz in Kliniken und Praxen entwickelt worden und wird vor, während und nach einer Chemotherapie-Sitzung angewandt. Kliniken/Praxen können das Gerät erwerben, finanzieren oder leasen. Nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf.
Gerne setzen wir uns mit Ihrem Arzt in Verbindung, um eine Nutzung für Sie zu ermöglichen. Bitte setzen Sie sich mit uns in Verbindung.
Die HILOTHERAPY® wird unmittelbar vor, während und nach einer Chemotherapie-Sitzung in der jeweiligen Klinik/Praxis angewandt.
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